Erste Hilfe für Wildvögel – Nestling (Vogelbaby) gefunden

 

Bei Erste Hilfe-Maßnahmen ist es grundsätzlich wichtig Ruhe zu bewahren! Zunächst schauen Sie bitte, ob der Vogel verletzt ist oder sehr schwach erscheint. Nun folgen weitere Informationen durch den NABU Pforzheim und Enzkreis zusammen mit der privaten Wildvogelhilfe „Notfedern“:

 

-          Ist der Vogel unverletzt, bitte wieder in das Nest in unmittelbarer Nähe zurücksetzen, sofern das Nest erreichbar ist, und sichergestellt ist, dass der Nestling aus diesem Nest kommt. (Elternvögel kümmern sich sehr gut um ihre Jungen, sie werden den Nestling weiterhin versorgen). Bei Unsicherheit lieber den Kleinen sichern, wärmen und Hilfe suchen. 

 

-          Benötigt der Vogel dringend Hilfe, dann bitte den kleinen Vogel wärmen (in der warmen Handfläche), betten Sie danach den Vogel in ein Nest (ausgelegt mit Küchentüchern oder einem Tuch, am besten mit einer wärmenden Wollsocke), aber bitte verwenden Sie auf keinen Fall Watte oder anderes Material, das Fäden ziehen könnte, weil sich die Fasern um die Gliedmaßen des Kükens schlingen können. Dies könnte zu Abschnürungen der Füße oder Flügel führen, manche Jungvögel strangulieren sich sogar.

 

-          Halten Sie den Vogel nun weiterhin warm, am besten bei konstant 32 Grad Celsius (mit z.B. einer Wärmflasche, einem Körner- oder Kirschkernkissen oder einem Taschenwärmer.

 

-          Geben Sie dem kleinen Vogel bitte KEIN WASSER und KEIN FUTTER (die Vögel haben direkt im unteren Bereich des Schnabels ihre Luftröhre).

 

-          Wenden Sie sich im Notfall an eine Vogelpflegestation, eine Wildtieraufzuchtstation oder

 

-einen Tierschutzverein in der Nähe (manche Tierärzte kennen sich ebenfalls mit

 

-Wildvögeln aus).

 

 

-          Eine Übersicht über Pflege- und Päppelstationen in Ihrer Nähe finden Sie unter:

 

https://wp.wildvogelhilfe.org/Auffangstationen

 

 

Die private Wildvogelhilfe „Notfedern“ gibt auch Informationen zu Ästlingen (jungen Vögeln), Vögeln mit Anflugtrauma (gegen Auto oder Fensterscheibe geflogen) und Vögeln, die Katzenopfer geworden sind.

 

Bei Funden von hilfsbedürftigen Vögeln hilft Ihnen gerne die private Wildvogelhilfe „Notfedern“ weiter: Tel. 0160 – 92 46 53 43.

 

Text: Riechert/NABU Pforzheim und Enzkreis 

Stunde der Gartenvögel - die große Vogelzählaktion vom 08. bis 10. Mai 2026

Vögel in der Nähe beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen und dabei tolle Preise gewinnen - all das vereint die „Stunde der Gartenvögel“.

 

Jedes Jahr am zweiten Maiwochenende sind alle Naturliebhaber/ innen aufgerufen, Vögel zu notieren und zu melden damit sich Trends zur Häufigkeit der Arten im Siedlungsraum erkennen lassen. Die nächste Zählrunde findet vom 08. bis 10. Mai 2026 statt. Meldeschluss ist der 18. Mai.

 

Zählen Sie alle Vögel, die Sie in Ihrem Garten, auf Ihrem Balkon oder im örtlichen Park sehen oder hören. Im Laufe einer Stunde sollen von jeder Vogelart die höchste Zahl der dort beobachteten Vögel notiert werden. Beobachtet werden kann zu einer beliebigen Stunde.

 

Die Zählhilfe, die Sie auf der unten genannten Homepage finden, erleichtert Ihnen die Erfassung der Vögel. Der Bogen bildet die häufigsten Gartenvögel ab und bietet die Möglichkeit zum Ankreuzen der beobachteten Vögel. Er hilft Ihnen dabei, Doppelzählungen zu vermeiden, indem Sie jeweils die höchste Anzahl der Vögel einer Art innerhalb der Beobachtungsstunde notieren. Bitte senden Sie den Zählhilfebogen nicht an den NABU zurück – er ist lediglich als Hilfe gedacht.

 

Und so wird gemeldet:

 

·        Per Online-Formular – Melden Sie Ihre Beobachtungen nach Möglichkeit online. Auf diese Weise können die Daten schnell und kostengünstig erfasst und ausgewertet werden. Das spart Kosten und Sie nehmen gleichzeitig an einer Sonderverlosung teil. (www.NABU.de/onlinemeldung). Ein QR-Code befindet sich auf der Homepage.

 

·        Per App "Vogelwelt" – Laden Sie sich die kostenlose NABU-App herunter und senden Sie Ihre Beobachtungen aus der App heraus. Bitte beachten Sie: Die Daten werden hier einfach über die PLZ verortet. (www.NABU.de/vogelwelt). Ein QR-Code befindet sich auf der Homepage.

 

Alle Infos unter:

 

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-gartenvoegel/mitmachen/index.html    

 

Sichtungen Asiatischer Hornissen – was tun?

Der NABU Pforzheim und Enzkreis entfernt keine Nester.                                                                           Das Grünflächen- und Tiefbauamt der Stadt Pforzheim ist für Nester der Europäischen Hornisse zuständig, sofern sich das Nest auf einer öffentlichen Fläche im Stadtgebiet befindet. Meldungen zu Nestern richten Sie bitte an: [email protected] oder Tel. 07231/ 39-2959 oder 07231/ 39-2452.    Das Amt für Umweltschutz der Stadt Pforzheim hilft ebenso bei Fragen zur Europäischen Hornisse und zu heimischen Wespen weiter. Die Kontaktdaten lauten: [email protected] oder Umwelttelefon: 07231/ 39-2000.                                                                                                                                                                                   Die Untere Naturschutzbehörde (UNB) des Enzkreises in Verbindung mit den ehrenamtlich tätigen Wespen- und Hornissenfachberatern berät und hilft bei Fragen zu heimischen Wespen und zur Europäischen Hornisse im Kreisgebiet. Die Untere Naturschutzbehörde ist unter:       [email protected] oder unter: 07231/308 -9227 (Telefonbot) zu erreichen.

 

Eine brisante Folge der Verbreitung der Asiatischen Hornisse ist u.a., dass Imkerinnen und Imker über eine Schwächung der Bienenvölker klagen, da die Asiatische Hornisse vor allem auch Honigbienen jagt. Im dicht besiedelten Bereich führt dies zu Verlusten von ganzen Völkern und folgend zu Einbußen bei der Honigernte.

 

Der NABU Pforzheim und Enzkreis bittet Sie darum so zu verfahren, wie es im Folgenden aufgeführt ist:                                                                                                                                                                          Bitte melden Sie Sichtungen von Asiatischen Hornissen (Einzeltieren oder Nestern) ausschließlich über das Meldeportal des Landes über die „Meine Umwelt“ App (Playstore/App-Store) oder die Webseite der LUBW:                                                                  https://www.lubw.badenwuerttemberg.de/natur-und-landschaft/asiatische-hornisse-melden Ergänzende Beschreibungen zur genauen Adresse und Angaben zu Grundstückseigentümern helfen bei der Zuordnung der Nestmeldungen. Sollte sich das Nest auf kommunalen Flächen befinden, so wird die Meldung an die jeweilige Kommune weitergeleitet.                                                                         Nach einer Meldung über die LUBW-Meldeplattform erhalten Sie eine Rückmeldung von der Landesanstalt für Bienenkunde, welche die Meldungen bearbeitet. Handelt es sich um einen Fund der Asiatischen Hornisse, so beinhaltet die Rückmeldung auch saisonale Handlungsempfehlungen und Informationen zu möglichen Förderungen der Nestentfernung. Je nach Lage des Nestes besteht bei einer beabsichtigten oder unbeabsichtigten Störung die Gefahr von Angriffen und Stichverletzungen. Insbesondere wenn sich das Nest an Orten befindet, die regelmäßig von Personen betreten werden, wird empfohlen, das Nest schnellstmöglich von einer sachkundigen Person mit Schutzausrüstung entfernen zu lassen, um Stichverletzungen zu vermeiden und die Reproduktion dieses Volkes der Asiatischen Hornisse zu unterbinden.                                                                              Eine Liste sachkundiger Personen und Firmen, die Nestentfernungen durchführen, finden Sie auf der Homepage der Universität Hohenheim unter folgendem Link:                                          https://bienenkunde.uni-hohenheim.de/vespavelutina-meldeplattform                                                                                                                             Bitte wenden Sie sich zur Entfernung des Nestes direkt an einen Nestentferner in Ihrer Nähe. Dieser kann Sie ebenfalls über mögliche Förderungen zur Kostenübernahme aufklären.                                Bitte teilen Sie der Landesanstalt für Bienenkunde unter [email protected] eine erfolgte Nestentfernung kurz mit.                                                                                                                                     Ein Informationsblatt zu den Nestern der Asiatischen Hornisse finden Sie hier: https://bienenkunde.uni-hohenheim.de/fileadmin/einrichtungen/bienenkunde/PDF/Vespa_Velutina/Allgemeines_Informationsblatt_Asiatische_Hornisse_100425.pdf

 

Asiatische Hornisse in Nistkasten in Engelsbrand                                                                                                       Foto: Supper/NABU Pforzheim und Enzkreis                                                                                         

 

Text: Riechert/NABU Pforzheim und Enzkreis, Universität Hohenheim

 

 

Hauptfriedhof Pforzheim

Pforzheimer Zeitung 12.02.2026

Mitmachaktionen zum Amphibienschutz gehen los - NABU-Gruppe sammelt wie jedes Jahr

Kurze Wärmeeinbrüche nutzen Frösche, Molche und Kröten für die Wanderung zu den Laichgewässern. Bei Nachttemperaturen von fünf Grad und mehr sind sie bereits unterwegs.

 

Seit vielen Jahren hat auch der NABU Pforzheim und Enzkreis dem Amphibientod an unseren Straßen den Kampf angesagt. Ohne dieses Engagement wäre es um unsere Frösche und Kröten deutlich schlechter bestellt.

 

Ein Team von Freiwilligen, unterstützt von Umweltschutzorganisationen und des Amts für Umweltschutz der Stadt Pforzheim, arbeitet intensiv daran, den Amphibien sichere Durchquerungswege zu schaffen, indem die Hauptwanderwege der Amphibien frühzeitig erkannt wurden und mit Absperrungen sowie Warnschildern versehen werden, um Autofahrer auf die bevorstehende Wanderung aufmerksam zu machen.

 

Insbesondere in den Abend- und Nachtstunden, wenn die meisten Amphibien aktiv sind, wird verstärkt auf Geschwindigkeitsbegrenzungen hingewiesen - zum Schutz der Helferinnen und Helfer und natürlich unserer heimischen Amphibien.

 

Sie können den Amphibienschutz im Rahmen der Aktivitäten der NABU-Gruppe Pforzheim und Enzkreis unterstützen.

 

Es gibt folgende Sammelstrecken:

 

Pforzheim: Kanzlerstraße "Saacke", "Reitplatz", "Schindersklamm"                                               

Pforzheim: Seehaus "Kirschenpfad", "Eutinger Sträßchen" und "Tiefenbronner Straße"                  

Königsbach-Stein: "Gengenbachtal"

                                                                                                               Niefern-Öschelbronn: "Bruchtalsee"

 

Die Aktionen beginnen bereits Anfang Februar und starten um ca. 20:00 Uhr.

 

Für alle Abschnitte werden dringend Helfer/innen gesucht! Gerne können Sie sich anmelden unter: Tel. 07231 4550045 oder unter der E-Mail: [email protected].                                                            

Nähere Information gibt es unter: www.nabu-pforzheim.de/aktuelles

 

                                                                   

 

Bedanken möchte sich der NABU für den Einsatz bei den vielen freiwilligen Helfern, die 2025 dafür sorgten, dass viele Kröten, Frösche und Molche am Leben blieben.

 

Text: Riechert/NABU Pforzheim und Enzkreis

Fotos: Vitzthum/NABU Pforzheim und Enzkreis  

 

 

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